Unterhalt für das Kind – eine Richtlinie

Unterhalt für das Kind – eine Richtlinie

Unterhalt fürs Kind – eine Richtlinie durch das Labyrinth. Im Laufe einer Scheidung kommen viele Dinge auf einen zu, auf die man achten muss, auch was der Kindesunterhalt betrifft. Das deutsche Scheidungsrecht und seine Gesetze gleichen hier einem Labyrinth mit vielen Gängen. Damit Sie sich in diesem nicht verirren, kommt hier eine kleine Hilfe, die Ihre Situation hoffentlich belichten kann und darauf antworten kann, wie viel Unterhalt bezahlt wird, wann und für wen und wie die Regeln bei minderjährigen und volljährigen Kindern sind.

Warum wird eigentlich Unterhalt für das Kind gezahlt?

In erster Linie dient dies dazu, um die Person, die mit dem Kind/den Kindern hauptsächlich zusammenwohnt, finanziell abzusichern und den Kindern/dem Kind eine finanzielle Sicherheit zu bieten.

Laut deutschem Recht ist es so, dass man seinem Kind gegenüber verpflichtet ist, da man für seinen Nachwuchs Verantwortung trägt. Lebt man getrennt, besteht diese Verantwortung entweder aus der Verpflegung des Kindes (d.h. das Kind wohnt und lebt fest bei einem) oder aus der finanziellen Unterstützung von dem Elternteil, mit dem das Kind NICHT zusammenwohnt. Beide Formen der Umsorge werden hier als gleich viel Wert betrachtet, d.h. dass jeder Elternteil seinen Teil zur Versorgung des Kindes beisteuert.

Wie viel Geld und wie lange?

Wie viel Geld gezahlt wird, kommt auf das Einkommen an und evt. auch auf den Rang. In anderen Worten muss es eine Person geben, die bedürftig ist, also das Geld wirklich braucht für Wohnung, Lebensmittel usw., um das Kind/die Kinder zu unterhalten. Dies kann z.B. eine Person sein, die einen Teilzeitjob hat. Die andere Person, die, die nun für das Kind bezahlen muss, muss wiederum finanziell so gut gestellt sein, dass sie Unterhalt bezahlen kann.

Es muss Unterhalt für das Kind gezahlt werden solange es sich noch nicht selbst versorgen kann, z.B. bis es mit seiner ersten Ausbildung fertig ist. Das Kind hat somit Anspruch auf Unterhalt, wenn es volljährig ist und noch zur Schule geht, eine Lehre beginnt oder sein erstes Studium beginnt (Ein Studienabbruch oder später Wechsel der Studienrichtung können hier jedoch negative Konsequenzen für das Unterhaltsrecht des Kindes bekommen).

Wenn das Kind über eine Doppelresidenz verfügt, d.h. bei beiden Elternteilen gleich viel lebt und wohnt, dann werden die Unterhaltskosten zwischen den beiden Eltern verteilt.

Um den genauen Satz des Kinderunterhaltes auszurechnen gibt es verschiedene Kriterien, um dies etwas einfacher zu gestalten, gibt es seit dem 1. Januar 2019 eine Tabelle hierfür, die Düsseldorfer Tabelle. Die Tabelle richtet sich danach, wie viel beide Elternteile verdienen, in welcher Altersgruppe das Kind sich befindet, zudem wird das Kindergeld mit einberechnet sowie der Anteil, den man selbst behalten darf, um seine eigene Existenz zu sichern.

Minderjährige Kinder und volljährige Kinder

Wie erwähnt, haben sowohl volljährige Kinder sowie minderjährige Kinder Recht und Anspruch auf Unterhalt. Ob die rechtlichen Gesetze hierzu eingehalten werden, wird verstärkt kontrolliert, wenn es sich um minderjährige Kinder handelt, da diese zu 100% von den Eltern abhängig sind. Dies gilt zudem für Kinder bis zum 21. Lebensjahr, wenn diese ihren festen Wohnsitz bei einem der Elternteile haben und somit zu Hause wohnen.

Der Unterhalt eines volljährigen Kindes richtet sich nach einer Tabelle (Düsseldorfer Tabelle) und ist abhängig davon, ob das Kind zu Hause wohnt oder allein wohnt, in beiden Fällen hat das Kind jedoch Recht auf Unterhalt und hierbei gelten die zuvor erwähnten Kriterien.

Weitere Informationen hierzu, finden Sie, wenn Sie hier klicken.

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