Bericht eines Scheidungskindes

 

„Ich bin Scheidungskind und kann ein Lied davon singen, wie eine Scheidung für Kinder NICHT ablaufen sollte.“

Das hätte ich mir bei der Scheidung meiner Eltern anders gewünscht…

Laura ist heute 26 Jahre alt und ist für das Studium nach Dänemark gezogen, wo sie sich heute, neben ihrem Job als Pädagogin, mit Scheidungskindern und deren Herausforderungen beschäftigt. Hier ist sie auch das erste Mal auf CoPilots Magazin und App gestoßen: „Das erste, was mir ins Auge viel, war der Slogan, Eine glückliche Kindheit mit 2 Zuhause, wo bei uns doch so viel schief gegangen ist, wollte ich hierüber gerne mehr erfahren“, erzählt Laura uns in unserem Büro in Frederiksberg.

Als Laura 12 war, haben sich ihre Eltern scheiden lassen und dies geschah, laut Laura, nicht unbedingt mit den besten Voraussetzungen, „bei meinen Eltern waren sehr viele Gefühle im Spiel, die im Vordergrund standen, was für uns Kinder, mich und meinen Bruder, bedeutet hat, dass wir ziemlich viel Verantwortung für Erwachsenenangelegenheiten übernehmen mussten. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser ganze Scheidungsprozess etwas anders verlaufen wäre, damit mir und meinem Bruder nicht so eine Last auf die Schultern gelegt wurde.“ Lauras Meinung nach, ist es genau dies, wobei CoPilots App behilflich sein kann, „ich habe die App und ihre Funktionen ja ausprobieren und testen dürfen und allein die Tatsache, dass es einen gemeinsam eingerichteten Kalender gibt, in dem eingetragen werden kann, wer wann zum Tanzen oder Theater soll und welcher Elternteil das Kind abholt, nimmt den Kindern die Verantwortung ab, was das Praktische angeht.“ Wenn Kinder sowohl ihre eigenen Sachen sowie die Erwachsenensachen regeln sollen, dann kann dies schnell zu viel werden in so jungen Jahren.

Ein Gefühlschaos, das Zusammenarbeit fordert

Für Erwachsene wie für die Kinder ist eine Scheidung ein riesen Gefühlschaos, welches zusätzlich bewältigt werden muss. Natürlich hat dies auch Einfluss auf die Kinder und deren Wohlergehen sowie z.B. auch auf die schulischen Leistungen.

„Ich hätte mir auch eine bessere Zusammenarbeit meiner Eltern gewünscht, ich und mein Bruder waren ziemlich auf uns allein gestellt. Es gab auch stetig so viele Unklarheiten, wie z.B. was den Umzug anging und bei wem wir überhaupt wohnen sollten und für wie lange. Am Anfang hieß es noch, dass wir unseren Vater alle 14 Tage am Wochenende besuchen sollten, dann wurde dies plötzlich zu einmal im Monat ein Wochenende.“

Lauras Vater ist am Anfang 2 Mal umgezogen und der Abstand zwischen ihren elterlichen Wohnsitzen betrug ca. 1 Std. Autofahrt. Der Kontakt zu ihrem Vater wurde mit der Zeit immer weniger, „ich muss gestehen, dass ich heute gar nicht weiß, wo mein Vater wohnt, das letzte Mal habe ich ihn vor ein paar Jahren gesehen und dann hatten wir einmal telefoniert, es fühlt sich für mich wirklich merkwürdig an, bevor meine Eltern sich scheiden lassen haben, war ich nämlich ein totales Papakind“, erzählt Laura nachdenklich und gibt zum Ausdruck, dass eine bessere Zusammenarbeit ihrer Eltern nach der Scheidung an dieser Situation sicher etwas hätte ändern können.

„Ich finde es wirklich eine großartige Initiative, eine App zu entwickeln, die Eltern nach der Trennung darin unterstützen kann, ihren Alltag mit den Kindern auf die Reihe zu bekommen. Es gibt so viele klasse Funktionen, die die Zusammenarbeit der Eltern erleichtern kann, auch wenn man mal keine Lust hat mit dem Expartner zu reden. Dafür gibt’s ja z.B. die klasse Kalenderfunktion, in der alles einfach eingetragen wird, auch die Umgangsregelung, ein Blick aufs Handy und man weiß, was heute ansteht und spart sich das ganze drum herum, wer wann was zu tun hat und wer heut mit abholen an der Reihe ist“ wiederholt Laura noch einmal, „ich finde es auch eine super Idee, eine gesamte Mappe in der App zu haben, wo die Eltern die Erlebnisse der Kinder in Bildern teilen können, sowie einen eigenen Chat in der App zu haben. Ich denke wirklich, wenn unsere Eltern eine App wie CoPilots benutzt hätten, dann hätten wir es in vielen Dingen um einiges einfacher haben können, auch gerade, weil es für die Eltern halt auch schwer ist, alles geregelt und geplant zu bekommen, wo die Scheidung oder Trennung allein schon so viele Gedanken, Zeit und Gefühle in Anspruch nimmt“ schließt Laura ab.

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